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AVATGARDISTA – the extraordinary Fashion Show in Munich

blog / Unkategorisiert / 20. September 2018

Die AVANTGARDISTA – eine Fusion von alternativem Fetisch-Design mit der Extravaganz ausgewählter Fashionlabels. So kann man dieses Spektakel, welches zum zweiten Mal in München stattfindet, gut beschreiben.

Bevor ich ins Team getaucht bin, wusste ich gar nicht von ihrer Exsistenz. Für mich als Fashionjunkie eigentlich fast ein No-Go. Von “Leelos” Bondage-Outfit aus DAS FÜNFTE ELEMENT war ich schon beim Erscheinen des Films im Jahr 1997 fasziniert, ohne mir bewusst zu sein, dass dies Fetish Fashion ist – oder Alternative Fashion, wie wir es gerne nennen.

Mein Bereich ist das Bloggen und auf der AVANTGARDISTA selbst werde ich als Model über den Catwalk schweben. Aber worum geht es eigentlich in diesen Fashionshows, warum hat der Veranstalter diese Idee geboren?

Heute treffe ich mich mit Christian Eberle, dem “Erfinder” der AVANTGARDISTA, exklusiv im Interview. Wir haben uns in einem kleinen französischen Café in München Westend zusammengesetzt und Christians Augen leuchten immer wieder vor Begeisterung, während er mir von der AVANTGARDISTA erzählt.

Designer: Chronomatic, Photo: MmaexX

LIFESTYLE BECOMES FETISH – AND FETISH BECOMES LIFESTYLE

Die AVANTGARDISTA ist in dieser Form ein einzigartiges Fashion Event. Wie bist du auf diese Idee gekommen?

Christian Eberle: “Alle Fashion Designer und Macher, die sich in dieser Subkultur oder Nische bewegen, brauchen eine gemeinsame Bühne. Eine Plattform, die den Fokus auf ihr Design und ihre Mode legt – nicht auf die Models oder das Drumherum. Fashion steht hier klar im Fokus.

Hinzu kommt die Vielfältigkeit, denn die AVANTGARDISTA präsentiert nicht nur Latex. Es fängt beim Satin Korsett an bis hin zu abgefahrenen Federkopfschmuck und Masken. Kunstvolle Harnesse, Stilettos, Stiefel – die Bandbreite ist riesig. Und wir präsentieren die Designer mit den ungewöhnlichsten Ideen.

Wenn diese Labels nun immer nur auf kleinen Partys präsentiert werden oder auf einschlägigen Veranstaltungen, dann finde ich das zu wenig. Da geht der Glanz verloren. Man wird dem Designer mit solchen Veranstaltungen nicht gerecht. Schlechtes Licht, gröhlende Besucher – davon will ich mich entfernen. Die AVANTGARDISTA präsentiert die Label mit tollen Models, ausgeklügelten Shows und erstklassiger Lichttechnik in High-Class-Liga.

Auch präsentiert sich jeder Designer vollständig: “Das ist meine Idee, das ist meine aktuelle Kollektion, das bin ich. Das ist spannend.”

Die AVANTGARDISTA, so wie sie sich vom 19. bis 21. Oktober in München präsenentiert, auf die Beine zu stellen, war ein längerer Prozess. Ich habe nicht mit dem Finger geschnippt, bin nicht mit einem Geistesblitz erwacht – das war vielmehr harte Arbeit mit Ups and Downs. Natürlich braucht es für eine solche Nummer auch ein funktionierendes Team. Fashionshows fand ich schon immer toll und ich kenne schon seit jeher viele Designer in dieser Szene. Bei einigen ist mir dann aufgefallen, dass diese Label hochproffesionell sind, aber ihre Kreationen nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen.”

Große Bühne, unglaubliche Shows – eine Fashion Show wie in Paris?

“Ja, genau so soll das sein. Oft finden Fashion Shows als Begleiterscheinung zu einem Event wie beispielsweise einer Party statt, sie sind dann eher eine Performance. Die AVANTGARDISTA würdigt die Handarbeit der Designer, ihr Genie und stellt sich als alleinstehende Show hin.

Wir arbeiten mit ca. 150 weiblichen und männlichen Models aus dem alternative Bereich. Diese präsentieren die Mode der Designer ganz unterschiedlich. Vom Curvy Model bis zum Tattoo Model, von jung bis alt – auch hier heben wir uns ab.

Designer: ExxEss Latex, Photo: MmaexX

Jeder Designer gibt sich unglaubliche Mühe mit seiner Show auf der Bühne, was sowohl die Performance, die Musik und auch Licht angeht. Es wird ziemlich abgehen und die Besucher werden viel erleben.”

München als Standort – warum gerade hier?

“München ist eine grandiose Stadt , die wahnsinnig geniale Leute hat. Manchmal kommt es mir allerdings so vor, als ob  München dies vergessen hat und sich einem gewissen Mainstream hingibt, der leicht zu verkaufen ist. Natürlich ist es ein gehobener Mainstream – aber das soll eben trotzdem nicht alles sein. Die Gefahr ist dann nämlich, dass eine Stadt wie München sich immer mehr kommerzialisiert. Deswegen ist München auch eine Herausforderung für mich als Bühnenshowplatz. Die Subkulturen müssen durch die Stadt München stärker kulturell gefördert werden, damit München vielschichtig und besonders bleibt.

Ich liebe München einfach von den Menschen her und glaube auch, dass Besucher, die so etwas noch nie gesehen haben, offen für sowas sind.”

Welches Ziel möchtest du auf lange Sicht errreichen?

“Ich schaffe eine Plattform für diese alternativen Fashiondesigner, eine Sichtbarkeit auf hohem Niveau an einem erstklassigen Standort. Neue Zielgruppen will ich damit unbedingt erreichen, weshalb eine Aussage wie “Das habe ich noch nie in meinem Leben gesehen”, das schönste Kompliment ist. Es geht auch darum, dass Vorurteile abgebaut werden. Hier herrscht keine Atmosphäre wie im Sexshop oder auf einer Erotikmesse – wir präsentieren Alternative Fashion im Avantgarde Stil. “Blickwinkel ändern” ist ein gutes Schlagwort, denn wir sind keine Freakshow, wir machen Kunst und High Class Couture.

Im Prinzip sieht man Fetish Fashion schon jetzt überall. In Musikvideos, in Filmen wie THE MATRIX, MAD MAX oder aber auch bei Bands wie RAMMSTEIN oder MADONNA – nur ist das den meisten Zuschauern nicht bewusst. Freddie Mercury mit QUEEN hat in München produziert und gelebt. Freddie mit seinen engen Hosen, freiem Oberkörper und Nietenbändern – auch ein Fan dieses Modesstils.”

Wie wichtig ist ein funktionierendes Team für die Umsetzung?

“Für den ersten Schritt braucht es nur eine Person. Aber wichtig ist, dass beim zweiten Schritt schon die richtigen Leute dabei sind. Darum sehe ich mich nie als Einzelkämpfer und brauche engagierte Menschen um mich herum. Der kooperative Gedanke, dass ist das um was es geht, wenn man von einem Team spricht. Für mich ist der Mensch ein kooperatives Wesen und in diesem Zeitalter bewegen wir uns – weg von der Konkurrenz. Wir ergänzen uns in unseren Fähigkeiten und jeder hat seinen Aufgabenbereich.

Viel passiert auch auf der Basis von Freiwilligkeit, weil wir zum jeztigen Zeitpunkt als Veranstalter nicht das Budget haben, wie es beispielsweise auf der Pariser Fashion Week verfügbar ist. Unsere Models arbeiten alle frei, die Designer stellen mit eigenen Mitteln ihre Show auf die Bühne. Jeder gibt und hat Freude daran. Das Kernteam der AVANTGARDISTA besteht aus etwa 15 Leuten, dazu zählen auch unsere Logistiker, die alles vor Ort auf die Beine stellen und auch wieder abbauen. DJ’s, Visagisten, Catering – die gehören alle dazu.”

Gerade bist du mit einem Stand für die AVANTGARDISTA in Paris auf der Leatherworld – danach dann New York, Rio, Tokyo?

“Ja, natürlich wollen wir die AVANTGARDISTA auch international noch bekannter machen. Neben der Hauptveranstaltung in München gibt es die AVANTGARDISTA Roadshow, mit der wir zum Beispiel vom 23. bis 24. November in Zürich sein werden. Und New York und Tokyo sind dieses Jahr in München zu Gast, mit Rio haben wir Kontakt ;-).”

Welche Unterstützung würde einen Push bringen?

“Im Moment arbeiten wir fast ohne Sponsoren uns managen alles alleine. Dies funktioniert auch. Allerdings können wir so aber nicht alle Ideen angehen, alle Möglichkeiten umsetzen. Über Sponsoren, die meine Idee begeistert, würde ich mich deshalb freuen. Es ist zudem förderungswürdige Kultur, was wir machen. Deshalb fände ich es genial, wenn die Landeshauptstadt München uns unterstützten würde. Wir machen das in München, weil wir das so entschieden haben. Das Konzept wie wir es haben, ist einzigartig.”

Was wird neu sein in diesem Jahr?

“Diesmal haben wir auch eine Ausstellung von Sven Hoffmann aus Berlin, die am Freitag startet. In dieser Vernissage geht es um Fotografie, “Strenge Damen II” heißt die Ausstellung. Diesen Bereich neben der Fashionshow möchte ich weiter führen und immer eine Ausstellung aus den Bereichen Kunst oder Fotografie parallel anbieten. “Avantgardista Whitebox” nennt sich das. Im Anschluss öffnet sich dann auch der Showroom der Designer.

Der ganze Bereich Kultur wird weiter ausgebaut werden und für 2019 habe ich auch Pläne, das ganze Gelände noch mehr zu nutzen. Der Bereich Film, Lesungen oder eine Kunstausstellung mit mehreren Künstlern sind geplant. Eine Vernetzung unter einem Dach – das ist meine Vision.”

Was fasziniert dich selber an der AVANTGARDISTA?

“Ich finde es toll, dass wir so etwas in München geschaffen habe. Man erwartet sowas an anderen Orten wie Berlin, Düsseldorf oder London – aber nicht in München.

Das Gesamtkonzept AVANTGARDISTA – darauf freue ich mich vom Anfang bis zum Ende: Die Kunstausstellung in diesem Jahr, die leuchtenden Augen der Designer, Models und Besucher, alte Freunde wiedersehen und ganz neue Menschen kennenlernen. Für mich gibt es auch nicht das eine Highlight, weil wir ein so vielfältiges Angebot an Designern in diesem Jahr haben werden. Insgesamt präsentieren 30 Designer ihre Outfits in 18 Shows. Diese kommen aus aller Welt, weil sie dabei sein wollen. Das finde ich richtig toll.

Tickets für die Fashionshows und den Showroom am 20. Oktober muss man vorher online kaufen. Am 19. Oktober ist die Vernissage ab 19.00 Uhr auch für Besucher ohne Ticket geöffnet.”

Danke Christian und noch viel kreativen Wind für dich als Mastermind.
High Five, Julia

AVATGARDISTA – the extraordinary Fashion Show in Munich

The Avantgardista – a fusion of alternative fetish design with the extravagance of selected fashion labels. This is a good way to describe this spectacle, that is taking place for the second time in Munich.

Before I immersed myself into the team, I didn’t even know about existence of this event. For me as a fashion junkie that is actually a big No Go. Yet I’ve been always fascinated by “Leelos” bondage outfit from the movie THE FIFTH ELEMENT since the film was released in 1997, without being aware that this is actually fetish fashion – or, as we like to call it, alternative fashion.

My part at the AVANTGARDISTA is blogging; and during the fashion show event I will be floating over the catwalk as a model. But what is this fashion show about, why did the organiser come up with this idea?

Today I met Christian Eberle, the inventor of the AVANTGARDISTA , exclusively for an interview. We sat together in a small French café in Munich Westend and Christian’s eyes kept glowing with enthusiasm as he told me about the AVANTGARDISTA .

LIFESTYLE BECOMES FETISH – AND FETISH BECOMES LIFESTYLE

The Avantgardista is a unique fashion show. How did you come up with this event idea?

Christian Eberle: “All fashion designers and makers who are part of this subculture or niche need a common stage. A platform that puts the focus on their designs and their fashion – not on the models or the surroundings. The focus at the AVANTGARDISTA is clearly on fashion.

Adding to this is the diversity, because the alternative fashion is represented by more than just latex. It starts with the satin corset up to wacky feather headdresses and masks. Artful harnesses, stilettos, boots – the range is huge. And we’re presenting the designers with the most unusual ideas.

If these labels are only present at small parties or at scene-intern events, then I find that too little. That’s where the glamour is lost. You don’t do the designer justice with such events. Bad light, roaring visitors – I want to get away from that. The AVANTGARDISTA presents the labels with great models, ingenious shows and first-class lighting technology in a high class league.

Every designer also presents himself with a complete set: That’s my idea, that’s my current collection, that’s me. That’s exciting.

Designer: GlanzGlück, Photo: Michael Lindemann

Creating and organising the AVANTGARDISTA, as it will take place in Munich from 19th to 21th October, was a longer process. I didn’t snap with the finger or woke up with a flash of inspiration – it was rather hard work with ups and downs. Of course, for a show like this you need a functioning team. I’ve always loved fashion shows and I’ve always known a lot of designers in this scene. I noticed that some of these labels are highly professional but their creations don’t get the attention they deserve.”

Big stage, incredible shows – a fashion show like in Paris?

“Yes, that’s exactly how it should be. Fashion shows often accompany an event like a party and are more seen as a performance. The AVANTGARDISTA pays tribute to the handiwork of the designers, their genius and presents itself only as a show.

We work with approximately 150 female and male models of the alternative sector. They present the fashion of the designers in very different ways. From curvy models to tattoo models, from young to old – here, too, we stand out from the standard.

Every designer has made an incredible effort with his show on stage in terms of performance, music and light. It’s going to be pretty wild and the visitors will experience a lot.”

Munich as a location – why here in particular?

“Munich is a grandiose city that hosts incredibly brilliant people. Sometimes, however, it seems to me that Munich has forgotten this and surrenders to a certain mainstream that is easier to sell. Of course it’s an upscale mainstream – but that’s not all it’s supposed to be. The danger is that a city like Munich will become more and more commercialized. That’s why Munich is also a challenge for me in terms of a stage show place. The subcultures must be promoted by the city more culturally so that Munich remains multi-layered and special.

I simply love Munich from the people’s point of view and I also believe that visitors who have never seen anything like it before are open to the by the AVANTGARDISTA.”

What goal do you want to achieve in the long run?

“I create a platform for these alternative fashion designers, a high level of visibility in a first-class location. I really want to reach new target groups and that is why a statement like “I’ve never seen that before in my life” is the best compliment to me. It’s therefore about breaking down prejudices as well. There is no atmosphere like in an adult shop or an erotic fair – we present alternative fashion in avant-garde style. “Changing perspectives” is a good catchphrase, because we are not a freak show, we do art and high class couture.

In principle, fetish fashion is already on display everywhere: in music videos, movies like THE MATRIX, MAD MAX or bands like RAMMSTEIN and MADONNA – but most viewers are not aware of that. Freddie Marcury, head of QUEEN, has produced and lived in Munich. Freddie with his tight pants, free upper body and studded ribbons – also a fan of this fashion style.”

How important is a functioning team for implementing such an event?

“Only one person is needed for the first step. But the important thing is that the right people are already involved in the second step. That’s why I never see myself as a lone fighter and need committed people around me.
The cooperative idea, that’s what it’s all about when you talk about a team. For me, the human being is a cooperative being and in this age and way we move – away from the competition. We complement each other in our abilities and everyone has his or her perfect area of responsibility.

A lot also happens on a voluntary basis because we don’t have the budget available yet, that for example and Paris Fashion Week has. Our models all work as freelancers, the designers put their show on stage with their own means. Everyone gives and enjoys it. The AVANTGARDISTA team consists of about 15 people, among them are our logisticians too, who get everything up and running on site and dismantle it again. DJ’s, make-up artists, catering – they all belong to it.”

Right now you’re with a booth for AVANTGARDISTA in Paris at the Leatherworld – next New York, Rio, Tokyo?
(Video see above.) “Yes of course we want to transfer the AVANTGARDISTA to an international known level. Amongst the main event in Munich there’s the AVANTGARDISTA road show that will be in Zurich on the 23th and 24th of November for example. New York and Rio are guests in Munich this year and we’re keeping in contact with Rio ;-).”

What kind of support would bring a push?

Designer: Chriacc, Photo: Michael Lindemann

“At the moment we’re hardly teaming up with big sponsors but manage everything alone. This also works. However, we can’t approach all ideas, implement all possibilities. I would therefore be happy about sponsors who are enthusiastic about my idea.

What we do is also a culture worthy of support. That’s why I think it would be brilliant if the state capital Munich would support us. We are doing this in Munich because we decided to. The concept as we have it is unique.”

What will be new this year?

“This time we have an exhibition by Sven Hoffmann from Berlin, which starts on Friday. This vernissage is about photography. “Strict Ladies II” is the name of the exhibition. I would like to continue this area alongside the fashion show and always offer an exhibition from the fields of art or photography at the same time. “That’s called “Avantgardista Whitebox”. Then the designers’ showrooms will open up as well.

The whole area of culture will be expanded further and for 2019 I also have plans to use the whole field even more. The area of film, readings or an art exhibition with several artists is planned. Networking under one roof – that’s my vision.”

What fascinates you yourself about the AVANTGARDISTA?

“I think it’s great that we created something like this in Munich. You expect something like that in other places like Berlin, Düsseldorf or London – but not in Munich.

The overall concept AVANTGARDISTA – I’ve been looking forward to it from start to finish: this year’s art exhibition, the shining eyes of designers, models and visitors, seeing old friends again and getting to know completely new people. For me, there is not one highlight either, because we will have such a diverse range of designers this year. In total 30 designers will be presenting their outfits in 18 shows. They come from all over the world because they want to be there. I think that’s really great.

Tickets for the Fashion Show on the 20th of October have to be bought online beforehand. On the 19th of October the vernissage will be open for visitors without a ticket from 8pm on.”

Thanks Christian and lots of creative wind for you as mastermind.
High five, Julia







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